Ältere Menschen sind jetzt schon eine große und weiterwachsende Bevölkerungsgruppe in Kommunen und städtischen Quartieren. Das ist unter den Mietern der GSG Neuwied nicht anders. Um ihnen eine ortsnahe und bedarfsgerechte Versorgung mit allen notwendigen pflegerischen und sozialen Bestandteilen anzubieten, haben die Marienhaus Seniorendienste GmbH und die GSG ab sofort mit Marienhaus Mobil Bad Breisig sowie dem Marienhaus Seniorenzentrum Josef-Ecker-Stift in Neuwied eine Kooperation geschlossen. Die Partnerschaft will das gemeinsame Leben in den Neuwieder Quartieren aktiv gestalten und insbesondere Senioren einen längeren Verbleib in ihrer vertrauten Umgebung ermöglichen. Die Kooperation zwischen der GSG und dem Marienhaus vernetzt bereits vorhandene Angebote und baut gemeinsam fehlende Bausteine auf. Für die erfolgreiche Umsetzung der neuen Kooperation setzen GSG und Marienhaus, die hier als Einheit agieren, das Projekt im partnerschaftlichen Miteinander um. Oberstes Ziel der Vertragspartner ist eine hohe Bewohnerzufriedenheit.
Die Kooperation erfolgt im Rahmen von „Wohnen mit Versorgungssicherheit“. Marienhaus Mobil bietet fördernde Hilfen nach Wunsch und Bedarf an, die GSG-Mieter nutzen können. Dazu zählt u.a. ein Hausmeisterservice, wenn zum Beispiel Glühbirnen zu wechseln, eine Gardinenstange angebracht oder Bilder aufgehängt werden sollen. Von der Unterstützung beim Einkauf oder der Begleitung bei Spaziergängen bis hin zur häuslichen Pflege umfassen die Angebote ein breites Spektrum. Auch steht nun ein Mahlzeitenservice über die Malteser Hilfsdienste zum Aufbereiten in wöchentlichen Lieferungen zur Verfügung.
Alle Maßnahmen geschehen in Kooperation mit dem hilfebedürftigen Menschen unter Beachtung seiner Selbsthilfefähigkeit und unter Einbezug seines persönlichen Umfeldes. Alle Kooperationspartner erschließen die Ressourcen des betroffenen Menschen, seiner Angehörigen und Nachbarn, der bürgerschaftlich engagierten Mitmenschen und die Kompetenzen der vorhandenen professionellen Dienste und Einrichtungen. Die Kooperationspartner verzahnen ihre Kompetenzen in den Bereichen Wohnraum sowie Sozialmanagement und den pflegerischen Fachleistungen, um ein „sorgendes Wohnumfeld“ für Mieter der GSG zu schaffen.
Die neue Kooperation geht von einem Menschenbild aus, das auch den hilfebedürftigen Menschen als selbstbestimmtes eigenständiges Wesen in seiner individuellen Würde achtet. Das Wohnen in der eigenen Häuslichkeit hat auch für hilfebedürftige Menschen die oberste Priorität, unabhängig vom Grad des Hilfebedarfs. Prägend für das Projekt ist das selbstverständliche Miteinander aller Menschen, ob mit oder ohne Pflege- und Hilfebedarf.




